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ProblemlösungAktualisiert am 3. September 2026

Ishikawa-Diagramm

Eine strukturierte Darstellung aller möglichen Problemursachen nach Kategorien wie Mensch, Maschine, Material und Methode, damit die Analyse das gesamte Feld abdeckt, statt vorschnell beim ersten Kandidaten zu verharren.

Ein Ishikawa-Diagramm – auch Ursache-Wirkungs- oder Fischgräten-Diagramm genannt – stellt jede plausible Ursache eines Problems nach Kategorien sortiert dar, damit das gesamte Umfeld analysiert wird, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Die Kategorien sind eher konventionelle Denkanstöße als starre Regeln. In der Fertigung nutzt man typischerweise die sechs M: Methode, Maschine, Material, Mensch, Messung, Milieu (Umgebung). Im Dienstleistungsbereich wählt man häufig Prozesse, Personen, Richtlinien und Orte. Worauf es ankommt, ist, dass dieses Schema den Blick gezielt auf Bereiche lenkt, die sonst vernachlässigt würden – der wahre Wert liegt in den Kategorien, die zunächst niemand ausfüllen wollte.

Es handelt sich um ein strukturiertes Brainstorming, das Hypothesen liefert, keine fertigen Erkenntnisse. Das Ergebnis ist eine Liste von Kandidaten, die anhand von Daten geprüft werden müssen. Den umfangreichsten Zweig automatisch als Hauptursache zu behandeln, ist der häufigste Anwendungsfehler – denn die Länge eines Zweigs zeigt nur, wie viel das Team über eine Kategorie wusste, nicht, wie stark ihr tatsächlicher Einfluss ist.

Wird es alleine erstellt, spiegelt es nur die Annahmen einer einzelnen Person wider, was den Zweck verfehlt. Es erfordert die Einbindung derer, die die Arbeit tatsächlich ausführen, sowie konstruktive Meinungsverschiedenheiten – ein Diagramm, dem alle sofort zustimmen, bildet meist nur das ab, was ohnehin schon geglaubt wurde.

Auf einen Blick
Underrichtet beiYellow Belt
Aktualisiert3. September 2026
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