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ProzesssteuerungAktualisiert am 3. September 2026

Prozessfähigkeit (Cp, Cpk)

Kennzahlen, die die natürliche Streuung eines Prozesses mit den Vorgaben vergleichen – Cp misst die Streubreite, Cpk misst die Streubreite und die Lage des Mittelwerts.

Fähigkeitsindizes vergleichen die natürliche Streuung eines Prozesses mit den an ihn gestellten Anforderungen. Der Cp-Wert vergleicht die Spezifikationsbreite mit der Prozessstreuung. Der Cpk-Wert tut dasselbe, berücksichtigt jedoch zusätzlich die Lage des Prozesses innerhalb der Spezifikation.

Beide Kennzahlen sind notwendig, da ein Prozess eine geringe Streuung aufweisen und dennoch falsch zentriert sein kann. Der Cp-Wert erkennt dies nicht – eine schmale Streuung, die nah an einer Spezifikationsgrenze liegt, erzielt ein gutes Ergebnis und erzeugt trotzdem Ausschuss. Der Cpk-Wert bestraft diese Abweichung und ist daher immer der kleinere der beiden Werte.

Die Differenz zwischen beiden Werten liefert die entscheidende Information. Ein Cp-Wert, der deutlich höher ist als der Cpk-Wert, bedeutet, dass die Streuung in Ordnung ist und der Prozess lediglich zentriert werden muss. Das ist eine ganz andere und meist wesentlich kostengünstigere Aufgabe als die Reduzierung der Streuung.

Als grobe Faustregeln gilt: 1.0 bedeutet, dass die Streuung die Spezifikation genau ausfüllt, 1.33 ist ein üblicher Mindestwert und 1.67 gilt für kritische Merkmale. Diese Werte variieren je nach Branche und sollten bestätigt statt einfach vorausgesetzt werden.

Bei einem instabilen Prozess hat das alles keinerlei Aussagekraft. Ein Cpk-Wert, der für einen Prozess im Drift berechnet wird, beschreibt einen Zustand, der bereits vergangen ist. Deshalb Qualitätsregelkarten kommen diese Schritte zuerst – erst Stabilität, dann Prozessfähigkeit, genau in dieser Reihenfolge. Den Index aus dreißig Datenpunkten auf zwei Nachkommastellen genau anzugeben, ist der andere typische Fehler.

Auf einen Blick
Underrichtet beiGreen Belt
Aktualisiert3. September 2026
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