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Lean-PraktikenAktualisiert am 3. September 2026

Takt Time

Die Geschwindigkeit, mit der ein Prozess produzieren muss, um die Kundennachfrage zu decken – verfügbare Arbeitszeit geteilt durch die Nachfrage in diesem Zeitraum.

Takt Time ist der Takt, in dem ein Prozess laufen muss, um mit der Nachfrage Schritt zu halten: verfügbare Arbeitszeit geteilt durch die benötigten Einheiten. Acht Stunden und 240 Einheiten ergeben einen Takt von zwei Minuten.

Es handelt sich um einen Zielwert, nicht um eine Messung, und genau das unterscheidet ihn von den beiden Begriffen, mit denen er verwechselt wird. Die Zykluszeit zeigt, wie lange ein Schritt tatsächlich dauert. Die Durchlaufzeit gibt an, wie lange der gesamte Prozess aus Sicht des Kunden dauert. Takt Time wird durch die Nachfrage bestimmt und dient dem Vergleich mit der Zykluszeit — liegt diese darüber, kann der Prozess nicht Schritt halten; liegt sie weit darunter, liegt Kapazität brach.

Der Vergleich ist der entscheidende Punkt. „Schneller“ lässt sich hinterfragen; „drei Minuten bei einer Takt Time von zwei“ hingegen nicht – und es beziffert die Abweichung präzise.

In der Praxis gehen zwei Dinge schief. Teams berechnen die Takt Time anhand der Bestellungen dieser Woche neu. Dadurch entsteht ein Zielwert, der sich schneller verändert, als man den Prozess anpassen kann — sie sollte stattdessen die stabile Nachfrage über einen Planungszeitraum widerspiegeln. Zudem wird Takt Time oft als Geschwindigkeitsbegrenzung verstanden, die es zu unterbieten gilt, statt als Rhythmus, den es einzuhalten gilt. So kommt es dazu, dass ein Prozess Bestände aufbaut, die nie angefordert wurden.

Auf einen Blick
Underrichtet beiYellow Belt
Aktualisiert3. September 2026
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