Ursachenanalyse bedeutet, von einem Symptom zu den Bedingungen zurückzugehen, die es hervorgerufen haben, damit die Lösung das Problem beseitigt und nicht nur dessen Auswirkung. Sie bezeichnet eine Familie von Methoden und nicht nur eine einzige.
- 5 Whys — schnell und mündlich, eignet sich für eine einfache Kausalkette
- Ishikawa-Diagramm — erweitert die Suche über Kategorien hinweg, um sie nicht zu früh einzuschränken
- Fehlerbaumanalyse — für Fehler mit mehreren mitwirkenden Bedingungen
- -(Ursache-Wirkungs-)Diagramme, 5-Why-Technik, — entscheidet, welches Problem sich überhaupt zu analysieren lohnt
Wie weit man zurückgehen muss, hat eine praktische Antwort: bis zur letzten Ursache innerhalb Ihrer Kontrolle, deren Beseitigung ein erneutes Auftreten verhindert. Ketten lassen sich unendlich fortsetzen – ein Defekt führt zu einer Einstellung, zu einem Wartungsplan, zu einem Budget, zu einem Markt – und über den Punkt des Handlungsspielraums hinauszugehen, ist Philosophie und keine Analyse.
Eine Ursache gilt erst dann als Ursprung, wenn ihre Beseitigung das Wiederkehren des Problems verhindert und sie erklärt die Belege. Beide Hälften sind tragend; eine plausible Ursache, die das beobachtete Muster nicht erzeugt hätte, ist eine Hypothese, die niemand getestet hat.
Beim menschlichen Fehler aufzuhören, ist der übliche Fehler. „Der Bediener hat den Prozess nicht eingehalten“ beschreibt, was passiert ist. Die Fragen danach – warum er nicht eingehalten wurde, ob er überhaupt hätte eingehalten werden können, was den Fehler unbemerkt durchgehen ließ – sind der Punkt, an dem die Analyse eigentlich erst beginnt.